Die Zwischenkriegszeit und der zweite Weltkrieg

1919


Bei der ersten Generalversammlung nach dem Krieg legten Matthäus Pranieß und die übrigen Chargen ihr Amt nieder. Es musste daher die gesamte Führung neu gewählt werden. Als Hauptmann wurde Engelbert Wageneder, Bäckermeister, als Stellvertreter Georg Gschwandtner, als Schriftführer Franz Doppelmeyer und als Kassier Johann Struber gewählt. 1919 fand auch wieder ein Feuerwehrball statt.

1921


Bereits 1921 wechselte die Vereinsführung neuerlich. Neuer Hauptmann wurde Markus Schorn, Schuhmachermeister, Stellvertreter Matthias Guggenberger, Fähnrich Johann Guggenberger und Zeugwart Joachim Braun.

Am Sonntag, 16. Oktober wurde die Herbsthauptübung abgehalten. Brandobjekt war der Neuwirt, zu lokalisieren waren der Poidlwirt und der Kerschbaumerwirt. 52 Mann nahmen an der Übung teil, der Übungsverlauf wurde als gut bewertet.

1922


Auch 1922 wurde eine Herbsthauptübung organisiert, jedoch mit gröberen Schwierigkeiten aufgrund mangelnder Beteiligung. Dieser Umstand veranlasste den Schriftführer Zweimüller, ein Schreiben an den Landesfeuerwehrinspektor in Salzburg zu richten mit dem Ersuchen, durch geradezu drakonische Strafen bzw. Einführung einer Pflichtfeuerwehr dem allgemeinen Desinteresse entgegenzuwirken:

An den Landesfeuerwehrinspektor in Salzburg

Am 19. Oktober 1922 fand eine Herbsthauptübung statt. Die Übung wurde zuwenig besucht, trotz Kundmachung am 10. September haben sich von 80 ausübenden Mitgliedern, bloß 30 eingefunden. Doch selbst diese 30 - zu denen sich im Laufe der Übung noch ca. 12 bis 15 Mann gesellten - mußte ich meinerseits aus den Wirtshäusern holen lassen. Die anderen Wehrmänner blieben aus Interesse- und Teilnahmslosigkeit der Übung fern und beteiligten sich lieber am Scheibenschießstand. Mit den wenigen angetretenen Wehrmännern konnte nur eine kleinere Übung durchgeführt werden. Ich bitte um Beseitigung dieses Übel. Allen Ernstes fühle ich mich gezwungen, im Landtage und bei der Landesregierung dahin zu wirken, daß für die Gemeinde Abtenau eine gesetzmäßige Pflichtfeuerwehr ins Leben gerufen wird, wobei sämtliche Hausbesitzer, Gewerbetreibende und Handwerker gesetzlich verpflichtet werden, als Mitglied der Feuerwehr Abtenau anzugehören und bei jeder Übung mitzuwirken. Ansonsten Geldstrafe von 10.000 - 100.000 Kronen oder Arrest von 24 Stunden bis zu einer Woche. Dieses soll gesetzesmäßig in der Feuerlöschordnung der Gemeinde stehen. Wenn für die Gemeinde Abtenau keine Pflichtfeuerwehr geschaffen werden kann, werde ich auch meine Funktion als Schriftführer zurücklegen, wie dies auch der Hauptmannstellvertreter Forstrat Ing. Pinzker zu tun gedenkt. Wir werden uns mit der Feuerwehr Abtenau nicht mehr ärgern.


Für das Kommando der FF Abtenau
Zweimüller


Über eine allfällige Reaktion aus Salzburg liegen uns keine Informationen vor, die Vermutung liegt nahe, dass das Ansuchen schlicht und einfach schubladiert wurde.

Am 5. November fand beim Mooswirt ein kleiner Gautag der Feuerwehren des Bezirkes für die Gemeinden Abtenau, Annaberg und Rußbach statt. Neben dem Gauobmann Strohmayer und seinem Stellvertreter aus Hallein nahm die Feuerwehr Abtenau mit drei Mann, Rußbach mit einem Mann teil. Aus Annaberg und Lungötz war niemand erschienen. Selbst beim Gautag ließ offenbar der Besuch zu wünschen übrig.

Feuerwehrmitgliedskarte ausgestellt am 19. März 1922 für Herrn Blasius Fasl, Wagnermeister und Hausbesitzer in Markt Abtenau
Feuerwehrmitgliedskarte ausgestellt am 19. März 1922 für Herrn Blasius Fasl, Wagnermeister und Hausbesitzer in Markt Abtenau

1923


1923 stand ganz im Zeichen der Erneuerung der Ausrüstung und Geräte. So wurde nicht mehr benötigtes Altgerät abverkauft. Dazu zählten die letzten 32 noch vorhandenen Löscheimer, welche um 64000 Kronen verkauft wurden. Die alte Karrenspritze wurde demontiert und gemeinsam mit dem Spritzenwagen am Sonntag, den 13. Mai am Marktplatz öffentlich versteigert. Dies erbrachte 1.800.000 Kronen. Auch die Zeugstätte III bei der Schwaighofbrücke kam unter den Hammer und ging um 2.496.000 Kronen an die Forstverwaltung.

Im Gegenzug schenkte die Fa. Schnell aus Kuchl der Feuerwehr eine kleine Motorspritze, diese dürfte aber nicht unbedingt eine Bereicherung gewesen sein, sie funktionierte nämlich selten.

An Bränden sind zwei Ereignisse im Tätigkeitsbericht festgehalten, der Brand des Wohnhauses Unterseethalbauer und der Brand des Getreidekastens Oberwimm.

Im Ortsteil Voglau wurde auf Initiative einiger rühriger Bürger eine selbständige Feuerwehr gegründet, welche vorerst mit einer neuen Gebirgshanddruckspritze der Fa. Gugg aus Braunau und 105m Zugschlauch ausgerüstet wurde.

1924


Bei den am 16. März stattgefundenen Neuwahlen anlässlich der jährlichen Generalversammlung ging Oberforstrat Ing. Josef Pinzker als Hauptmann hervor. Ebenso wie der bei den Vorgängen des Jahres 1922 beschriebene Gustav Zweimüller dürfte er sein Amt nicht, wie angedroht, zurückgelegt haben. Im Gegenteil, Zweimüller bewies in seinen Funktionen als Stellvertreter, Adjutant, Schriftführer und Kassier große Vielseitigkeit.

In der Nacht zum 13. Dezember 1924 ereignete sich ein bis dahin nicht dagewesenes Großfeuer, das beinahe den gesamten Markt in Schutt und Asche legte. Gegen 1/2 3 Uhr nachts weckten Feuersignale die Bewohner des Marktes, zu dieser Zeit war der Markt bereits durch Feuerschein hell erleuchtet. Im Stallgebäude des Albin Sandtner, Besitzer des Gasthauses "Zum Rothen Ochsen" war Feuer ausgebrochen. Später wurde als Brandursache ein elektrischer Kurzschluss angenommen, jedoch auch Brandstiftung konnte nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Feuerwehr war sofort zur Stelle, das Stallgebäude stand jedoch bereits in hellen Flammen. Mit Mühe konnten die im Stallgebäude eingestellten Pferde ins Freie gebracht werden, zwei gerettete Schweine rannten jedoch sofort wieder in den brennenden Stall zurück und verbrannten. Das Feuer dehnte sich rasend schnell aus, in kürzester Zeit wurden die eng aneinandergebauten Wirtschaftsgebäude des Bäckermeisters Engelbert Wageneder, der Gastwirte Philipp Bachler und Gallus Kerschbaumer sowie der Gastwirtin Barbara Kerschbaumer erfasst. Die Brandausbreitung wurde auch besonders durch das Vorhandensein großer Holzvorräte in und um die Wirtschaftsgebäude gefördert. Seit 1/2 3 Uhr läuteten die Glocken im Kirchturm Sturm, auch wurden 30 Böllerschüsse abgegeben, um die Leute der Umgebung zu Hilfe zu rufen. Dichter Nebel verhinderte jedoch, dass der Feuerschein von außerhalb des Marktes gesehen bzw. die Feuersignale gehört werden konnten. Aufgrund der extremen Hitze waren bald auch die Gasthäuser an der Marktfront schwerst gefährdet und mussten geräumt werden. Die Feuerwehr war mit zwei Handdruckspritzen, einer Motorspritze, vier Hydranten und insgesamt acht Schlauchlinien im Einsatz. Auch die Bevölkerung musste Löscharbeit leisten, mit Kübeln und Kannen schaffte sie Löschwasser auf die bedrohten Dächer des Ledererwirts, der Bäckerei Wageneder und der Gasthäuser entlang des Marktplatzes. Doch alle Mühe schien vergeblich, ein Objekt nach dem anderen wurde von den Flammen erfasst. Durch das beherzte Eingreifen der Feuerwehr unter dem Kommando von Oberforstrat Ing. Pinzker konnte vorerst ein Übergreifen auf benachbarte Objekte verhindert werden. Zum Glück herrschte ziemliche Windstille, dieser Umstand verhinderte ein noch größeres Ausmaß der Katastrophe.

In der Nacht zum 13. Dezember 1924 vernichtete ein Großfeuer große Teile des Marktes
In der Nacht zum 13. Dezember 1924 vernichtete ein Großfeuer große Teile des Marktes
In der Nacht zum 13. Dezember 1924 vernichtete ein Großfeuer große Teile des Marktes
In der Nacht zum 13. Dezember 1924  vernichtete ein Großfeuer große Teile des Marktes

Nachdem bereits bald nach Brandausbruch klar war, dass dieses Ereignis existenzbedrohend für den gesamten Markt sein würde, telegraphierte man nach Golling und Salzburg und erbat Löschhilfe. Alarmiert wurden die Feuerwehren Salzburg, Hallein, Golling und Bischofshofen. Auch die hohe Geistlichkeit beteiligte sich an den Anstrengungen gegen das Feuer, in einer Prozession wurde das Allerheiligste aus der Pfarrkirche über den Marktplatz getragen und Hilfe "von oben" erfleht. Die Stall- und Wirtschaftsgebäude vom Bäcker Wageneder bis zum Neuwirt waren rettungslos verloren, das Wohnhaus des Bäckers und die Gasthäuser Ledererwirt, Rother Ochs, Bachlerwirt, Kerschbaumerwirt und Neuwirt hatten zwar Feuer gefangen, konnten jedoch mit Mühe gerettet werden. Der Neuwirtsstall hatte ein Blechdach, dieses hielt den Brand etwas nieder, so konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert werden.
Gegen 1/2 6 traf ein Autolöschzug der Feuerwehr Salzburg ein und beteiligte sich sofort mit zwei Schlauchlinien an der Brandbekämpfung, im Wesentlichen war jedoch der Brand bereits lokalisiert. Die Feuerwehren Hallein und Golling wurden unterwegs wieder abbestellt. Die Salzburger konnten Abtenau gegen 8 Uhr bereits wieder verlassen.
Durch die Katastrophe war den Hausbesitzern ein Schaden von 1,5 Milliarden Kronen entstanden, der nur teilweise durch Versicherungen gedeckt war. Trotzdem war durch das Eingreifen der Feuerwehr ein noch viel größerer Schaden verhindert worden. Am 15. Dezember fand in der Pfarrkirche ein Dankgottesdienst mit Te Deum statt, an dem sich neben der Bevölkerung die Feuerwehr mit Fahne und Musik beteiligte.
Schließlich erbrachte eine durch die Feuerwehr im gesamten Land Salzburg organisierte Sammlung für die "Abbrändler" 36.389.000 Kronen.

1924 war auch das Jahr der neuerlichen Währungsreform. Um die nach dem Krieg rasende Inflation zu beenden ersetzten Schilling und Groschen die Kronen und Heller. Im Kassabuch von 1924 waren als Kassastand 3.556.977 Kronen verbucht. Mit 1. Jänner 1925 wurde diese Summe in 355 Schilling und 69 Groschen umgerechnet. Der Wechselkurs betrug somit:
          

 

1 Schilling10.000 Kronen
1 Groschen100 Kronen

1925


1925 wurde eine Viertakt Motorspritze von der Fa. Knaust angekauft. Das Benzin für diese Spritze musste damals noch in Golling gekauft werden, da es in Abtenau noch nicht erhältlich war.

1926


1926 ereignete sich ein weiteres kleines Kuriosum. Am 6. Dezember, beim Brand des Heustadls des Herrn Engelbert Wageneder in Mühlrain, stellte der Gollinger Postfahrtunternehmer Wieser nach dem Feueralarm, aufgrund der relativ großen Entfernung zum Brandplatz, unverzüglich sein Postauto zur Beförderung der Feuerwehrmänner zur Verfügung und fuhr die herbeigeeilten Wehrmänner mit größter Geschwindigkeit zur Brandstätte. Leider war diese Anstrengung vergebens, das Objekt war bereits zur Gänze abgebrannt.

Seit Kriegsende hatte die Feuerwehr im finanziellen Bereich sehr zu leiden. Für einen regulären Betrieb der Feuerwehr waren die Mittel kaum mehr aufzubringen. Dies war auch der Grund für oftmalige Streitereien innerhalb der Vereinsführung. Um diesem Umstand etwas abzuhelfen, begann Schriftführer Zweimüller Bettelbriefe in alle Welt zu versenden, so kamen diese Abtenauer Briefe bis nach Wien, Amsterdam und New York.

Postauto des Postfahrunternehmens Wieser aus Golling, mit dem die Feuerwehr öfters ausrückte
Postauto des Postfahrunternehmens Wieser aus Golling, mit dem die Feuerwehr öfters ausrückte

1927


Eine weitere Motorspritze wurde angekauft, diesmal von der Firma Rosenbauer, eine TS R50.

Eine Rosenbauer Pumpe R50 wurde 1927 angekauft
Eine Rosenbauer Pumpe R50 wurde 1927 angekauft

Im selben Jahr spendete der Berliner Bankdirektor Friedrich Mütze eine 15m lange zweirädrige, zweiteilige Magirus Schiebeleiter, was eine enorme Erhöhung der Schlagkraft der Feuerwehr bedeutete. Als Dank für die großzügige Spende wurde der Bankdirektor zum Ehrenmitglied ernannt. Die Magirus-Leiter ist heute noch vorhanden.

Am 30. Oktober brannte das Seebachgut nieder, wobei ein verletzter Feuerwehrmann zu beklagen war.

Die Finanzmisere erreichte einen vorläufigen Höhepunkt. Im Dezember 1927 wies der Kassabericht einen Schuldenstand von 685,39 Schilling aus.

1927 wurde eine 15 m lange Magirus-Leiter vom Berliner Bankdirektor Mütze gespendet
1927 wurde eine 15 m lange Magirus-Leiter vom Berliner Bankdirektor Mütze gespendet

1928


Am 10. September legte der seit vier Jahren amtierende Hauptmann Oberforstrat Ing. Pinzker aufgrund Übersiedlung sein Amt nieder. Wegen seiner großen Verdienste um den Verein wurde er zum Ehrenkommandanten ernannt. Sein Nachfolger wurde Gordian Matt, Bräuwirt.

1929


Bereits am 3. März 1929, bei der jährlichen Generalversammlung, wurde Fridolin Picker, Maurerpolier, als Nachfolger von Gordian Matt zum Brandmeister, wie der Feuerwehrkommandant jetzt genannt wurde, gewählt.

1929 wurde ein sehr einsatzreiches Jahr. Am 30. April wurde eine halbe Stunde vor Mitternacht Brandalarm gegeben: Brand in der Werkstätte des Landesbauamtes in Tuftholz. Nach der Ankunft der Feuerwehr um 0015 Uhr am Brandplatz wurde festgestellt, dass die Schmiede und das Materiallager in Flammen standen. Mit zwei Schlauchlinien und unter Einsatz einer Motor- und Saugspritze sowie Brandmeister Picker mit 25 Mann wurde der Brand gelöscht. Der Sachschaden wurde auf 15000 Schilling geschätzt. Eine Brandwache wurde für nicht nötig erachtet und daher gegen 0600 Uhr vollzählig eingerückt.

Am 20. Juni wurde ein Kaminbrand bei Wageneder mit Motorspritze und einer Schlauchlinie sowie Handkübeln gelöscht, am 17. August brannte das Wirtschaftsgebäude des Niederreitbauern in Gschwand, auch dieses Feuer wurde mit der Motorspritze und 30 Mann bekämpft. Einen Tag darauf, am 18. August bescherte der über die Ufer getretene Fischbach einen Hochwassereinsatz im Marktbereich, 40 Mann waren von 20.00 Uhr bis 04.00 Uhr früh im Einsatz.

Mit insgesamt 12 Hydranten der Wassergenossenschaft wurde in den zwanziger Jahren die Wasserversorgung sichergestellt
Mit insgesamt 12 Hydranten der Wassergenossenschaft wurde in den zwanziger Jahren die Wasserversorgung sichergestellt

1930


Bei der Generalversammlung am 9. März beim Postwirt wurde erneut Gordian Matt zum Kommandanten gewählt. Weiters wurde beschlossen, am 6. Juli das 50jährige Gründungsfest abzuhalten und dazu die Großherzogin von Toskana einzuladen.

Für das bevorstehende Gründungsfest wurde ein Festauschuss gebildet und beschlossen, den Ehrenkommandanten Pinzker und das Ehrenmitglied Mütze aus Berlin zum Fest einzuladen sowie die sieben noch lebenden Gründungsmitglieder der Feuerwehr zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Schlussendlich sollte für die gefallenen Feuerwehrmitglieder eine Gedenktafel beim Kriegerdenkmal errichtet werden.

Einladung zum 50-jährigen Gründungsfest am 5. und 6. Juli 1930
Einladung zum 50-jährigen Gründungsfest am 5. und 6. Juli 1930

Das Programm des 50jährigen Gründungsfestes war wie folgt:

Samstag, 5. Juli 1930

Abends: Konzert der Vereinsmusik, hernach Fackelzug

Sonntag, 6. Juli 1930

5h: Musikalischer Weckruf

hernach Empfang der ankommenden Festgäste

9h30: Aufstellung zur Feldmesse am Marktplatz

anschließend Festrede mit Dekorierung,

Überreichung der Erinnerungsbänder, Festzug

Ehrung der gefallenen und verstorbenen Wehrmänner

Nachmittags: gemütliche Zusammenkunft in allen Gasthäusern


Bei dieser Festlichkeit waren nicht weniger als 16 auswärtige Vereine vertreten. Ehrenmitglieder waren bzw. wurden zu solchen ernannt:

Herr Friedrich MützeBranddirektorBerlin
Ing. Josef PinzkerOberforstratSchwarz in Tirol
Josef AumüllerGemeindesekretärAbtenau
Johann SpannbergerSchuhmachermeisterAbtenau
Ulrich Kronreif sen.SchneidermeisterAbtenau
Johann RamsauerKaminfegermeisterAbtenau
Johann LindenthalerWeizfeldbauerAbtenau
Lorenz EderDrechslermeisterAbtenau
Blasius AuerSchuhmachermeisterAbtenau
Markus HedeggerPrivatierAbtenau

 

Am 27. Oktober schließlich musste die Feuerwehr zu einem Brand bei Johann Guggenberger ausrücken, dabei verletzte sich ein Mann. Dieser zog sich ein Ohrenleiden zu.

1931


Auch 1931 begann mit schwierigen Hauptmannswahlen bei der Generalversammlung. Diese fand am 1. März wie gewöhnlich beim Postwirt statt. Der amtierende Brandmeister Gordian Matt legte sein Amt nieder, darauf hin wurde er vom Stellvertreter Josef Kronreif ersucht, dieses Amt doch noch weiterhin ausüben zu wollen. Dies lehnte Gordian Matt jedoch ab mit dem Hinweis, er sei zu viel verhindert. Daraufhin wurde Matt von Fähnrich Markus Schorn aufgefordert, doch noch zwei Jahre als Hauptmann zur Verfügung zu stehen. Nachdem Matt erneut abgelehnt hatte begann sich das Personalkarussell immer schneller zu drehen. Herr Eibl schlug den Postwirt Windhofer als Kommandant vor, dieser wiederum lehnte ab und schlug seinerseits den Tischler Mayerhofer vor. Schlussendlich überredete Bäckermeister Wageneder den Stellvertreter Josef Kronreif, sich doch wählen zu lassen. Dieser stimmte schließlich zu, wahrscheinlich auch deshalb, weil die Situation ohnehin bereits aussichtslos war.

Weiters wurde beschlossen, zum Zwecke der "Straßenspritzung", welche durch das Landesbauamt durchgeführt wurde, die alte Motorspritze zur Verfügung zu stellen. Unter "Allfälliges" beantragte Spritzenmeister Otto Neumayr, die Besoffenen aus der Feuerwehr auszuschließen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Das Mitglied Erlfelder forderte ausdrücklich, vom Mitglied Josef Eichler gefälligst in Ruhe gelassen zu werden, ansonsten er nicht mehr bereit sei, eine Generalversammlung der Feuerwehr zu besuchen.

Brandmeister Kronreif beantragte, dass Jungmitglieder zuerst zur Schlauchmannschaft müssten, bevor sie eine andere Verwendung anstreben könnten. Schließlich beantragte Otto Neumayr, an Herrn Buchegger in Fischbach ein Schreiben zu richten, wonach es unstatthaft sei, einen Feuerwehrmann einen Lausbuben zu nennen und dieser Ausdruck umgehendst zurückzunehmen sei. Der Antrag wurde angenommen.

Beim Brand des Peresbrandbauern in Gschwand am 14. November verletzte sich wieder ein Mann.

1932


Bei Bränden stellte der Bärwirt zur Beförderung der Feuerwehrmänner in der Regel sein Auto zur Verfügung. Es wurde jedoch bald bemängelt, dass viele Nichtmitglieder mitfahren würden und so eigentlich kaum mehr Platz für die Feuerwehr sei.

Am 10. April brannte das Bauernhaus des Wagenhofbauern Matthias Lanzinger. Der Brandeinsatz wurde erstmals gemeinsam mit der Feuerwehr Voglau durchgeführt.

Anlässlich einer Inspektion durch den Gauobmann am 23. August wurde eine detaillierte Inventarliste erstellt. Darin sind unter anderem enthalten:

2 Zeugstätten
Art der Feueralarmierung: Hornsignale, Glockenläuten, Böllerschießen
Wasserversorgung: 14 Hydranten, Schwimmbad, Schöner- und Fischbach
500 Meter Hanfschläuche
2 Schiebeleitern, zweirädrig
5 Hakenleitern
2 Dachleitern
2 Motorspritzen auf zweirädrigen Wagen
2 Handdruckspritzen auf vierrädrigen Wagen
1 Spritze ohne Sauger
2 Schlauchhaspeln, zweirädrig
Beleuchtung: 3 Petroleumfackeln, 1 Maximlampe, 8 Handlaternen
Sanitätsausrüstung: 1 Sanitätsschlitten, 2 Tragbahren, 2 Rettungskoffer


Die Feuerwehr hatte zu dieser Zeit einen Mitgliederstand von nicht weniger als 142 Mann.

1933


Am 11. Februar wurde ein Brand bei Eder Paul, Hofbauer protokolliert.

Als Höhepunkt des Jahres fand am 2. April in Abtenau der ordentliche Feuerwehrgautag des Tennengaus im Gasthaus zur Post statt. Im Zuge dessen wurde Joachim Braun sen. für seine 45jährige Tätigkeit als Zeugwart zum "Ehrenzeugwart" ernannt und erhielt hierüber ein Diplom.

Kurz vor Weihnachten, am 16. Dezember, musste zu einem Kaminbrand bei Schneidermeister Engel ausgerückt werden.

1934


Dieses Jahr bescherte der Feuerwehr einige, teilweise schwierige Brandeinsätze. Am 4. Mai brannte das Wohn- und das angebaute Wirtschaftsgebäude des Putzgrubbauern bis auf die Grundmauern nieder. Am 22. September wurde das Arzbachgut eingeäschert, zwei Tage zuvor war das Ökonomiegebäude des Stiftes St. Peter, der sogenannte Pfarrhofstadel, in Flammen aufgegangen. Bei diesem Brand mitten im Markt, der ähnlich wie 1924 als große Gefahr für den übrigen Markt angesehen wurde, wurden nicht weniger als zehn Feuerwehren mit 16 Schlauchlinien eingesetzt. Die Arbeit der Feuerwehrmänner dürfte zu dieser Zeit nicht ungefährlich gewesen sein, denn bei diesem Brand verletzten sich wieder einmal zwei Männer. Die beiden Handdruckspritzen waren bei diesem Großereignis zum letzten Mal im Einsatz. Durch den technischen Fortschritt auf dem Gebiet des Feuerlöschwesens und dem damit verbundenen Einsatz von Motorspritzen war der Einsatz der alten Gerätschaften nicht mehr zeitgemäß.

Ansicht des Pfarrhofstadels vor den Brand 1934
Ansicht des Pfarrhofstadels vor den Brand 1934

Am Stefanitag schließlich brannte das Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Peresbrandbauern der Katharina Grünwald und konnte nicht mehr gerettet werden. Aufgrund der großen Entfernung zum Einsatzort, der unzureichenden technischen Ausrüstung und mangelnder Vorsorgen auf dem Gebiet des vorbeugenden Brandschutzes, insbesonders bei Gebäuden, bei denen Wohn- und Wirtschaftsgebäude zusammengebaut waren, war im Fall eines Brandes der Totalschaden der Objekte kaum zu verhindern.

Beim Brand des Peresbrandbauern wurde das Pferd des Georg Lanzinger, das für den Vorspann eingesetzt war, verletzt. Nach langwierigen Verhandlungen und Einvernahme mehrerer Zeugen bekam Lanzinger schließlich 30 Schilling Schadenersatz von der Versicherung.

Ende 1934 wurde durch die Feuerwehr an den Erzbischof von Salzburg ein Schreiben gerichtet, mit der Bitte, das Grundstück der Brandruine des alten Pfarrhofstadels der Feuerwehr zum Bau einer Zeugstätte zu überlassen. Dieses Ansinnen wurde umgehend abgelehnt. Auf den Grundmauern wurde keine Zeugstätte, sondern das Haus Nr. 114, das heutige Pfarrhofgebäude, errichtet.

1935


Bei einer Ausschusssitzung wurde beschlossen, dem im Entstehen begriffenen Löschzug in Radochsberg als Starthilfe die kleine alte Motorspritze zu überlassen. Jedoch wollte man die Spritze ohne Wagen und ohne Schläuche übergeben, was natürlich der Einsatzbereitschaft des neuen Löschzuges nicht dienlich gewesen wäre. Daher beantragte der Postwirt, man möge 60 Meter ältere Schläuche dazugeben und gleichzeitig bei der Gemeinde 200 Meter neue Schläuche als Entschädigung beantragen. Der Vorschlag wurde unverzüglich angenommen, über die Reaktion der Gemeinde ist nichts bekannt. Jedenfalls wurde die Spritze überreicht, nach einem halben Jahr aber wieder zurückgegeben, da sie de facto unbrauchbar war. Der eben erst gegründete Löschzug in Radochsberg unter Löschzugsführer Rupert Kainhofer hatte keinen langen Bestand, er löste sich bereits zu Jahresanfang 1936 wieder auf, die zwölf Mitglieder wurden am 14. März 1937 beim Landesfeuerwehrverband wieder abgemeldet.

Am 2. Juni wurde von der Firma Rosenbauer eine neue leistungsfähige Motorspritze übernommen, eine TS R60, der Preis betrug stattliche 5.500 Schilling.

1935 wurde eine TS R60 von Rosenbauer um 5.000 Schilling angekauft
1935 wurde eine TS R60 von Rosenbauer um 5.000 Schilling angekauft

Am 19. Juli kam es wieder im Markt zu einem Großfeuer. Das Wohnhaus des Sebastian Neff brannte zur Gänze nieder, wieder verletzte sich ein Mann. Ein benachbarter Bauer verlangte die Abgeltung eines Flurschadens, da die Feuerwehr gezwungenermaßen eine Zubringleitung durch ein Kornfeld gelegt hatte. Der Antrag wurde durch Feuerwehr und Gemeinde abgelehnt.

Im Tätigkeitsbericht des Jahres 1935 scheinen weiters ein Hochwasser mit schweren Vermurungen in Voglau auf. Darüberhinaus scheint die Übungstätigkeit bewusst auf ein Minimum, nämlich eine Übung im gesamten Jahr, reduziert worden zu sein. Als Grund hiefür wurde angegeben, dass die Schläuche für Übungen zu schade gewesen seien.

1936


Bei der Generalversammlung am 22. März wurde Johann Guggenberger, Schuhmachermeister zum Brandmeister gewählt. Damit hatte die Tradition der Abtenauer Feuerwehr, beinahe jährlich einen neuen Kommandanten zu wählen, ein Ende. Guggenberger übte sein Amt 20 Jahre lang aus.

Die selbständige Feuerwehr Voglau wurde der Feuerwehr Abtenau durch gesetzliche Bestimmungen als Löschzug angeschlossen. Nicht die Nationalsozialisten, wie oft fälschlich angenommen, sondern der österreichische Ständestaat hatte gemäß dem Prinzip: "eine Gemeinde - eine Feuerwehr" den Anschluss erzwungen. Anton Engl, Kommandant aus Voglau, wurde neuer Kommandant-Stellvertreter in Abtenau. Weiters wurden per Gesetz die Kommandanten ab sofort nicht mehr frei gewählt, sondern nach Ablegung einer Prüfung bestimmt. Die Unterhaltung einer Rettungsabteilung wurde jeder Feuerwehr zur Pflicht gemacht, ebenso die Hilfeleistung nach Elementarereignissen und anderen Unglücksfällen.

Anlässlich einer Ausschusssitzung im April wurde beschlossen, den Altbrandmeister Josef Kronreif aufgrund seiner großen Verdienste um die Wehr zum Ehrenbrandmeister zu ernennen. Das Ehrendiplom wurde durch Bürgermeister Lichtenegger überreicht. Doch damit noch nicht genug! Es wurde weiters beschlossen, zu Floriani an der neuen Rosenbauer - Motorspritze ein Schildchen mit der Aufschrift "Kronreifspritze" anzubringen.

1937


Viele Brände hielten die Feuerwehr auf Trab. Im Februar brannte ein Holzschuppen beim Forsthaus Picker nieder, im Juni musste zu einem Kaminbrand zum Leierhofbauer, Wallingwinkl 2 ausgerückt werden. Noch gehörte der Ortsteil Wallingwinkl ja zu Abtenau, er wurde schließlich Ende 1938, nach der nationalsozialistischen Machtübernahme, gemeinsam mit Weitenau, von Abtenau abgetrennt und der Gemeinde Scheffau zugeschlagen, nicht zuletzt um der drohenden Eingemeindung Scheffaus nach Golling zuvorzukommen.

In den 30er Jahren floss der Fischbach als offenes Gerinne durch den Markt und überschwemmte diesen auch bei jedem Hochwasser
In den 30er Jahren floss der Fischbach als offenes Gerinne durch den Markt und überschwemmte diesen auch bei jedem Hochwasser

Am Sonntag, den 25. Juli wurde eine Dollfußgedenkfeier unter Beteiligung der Feuerwehr abgehalten. Bundeskanzler Engelbert Dollfuß war ja 1934 in Wien bei einem Attentat durch Nationalsozialisten ums Leben gekommen.

Feuerwehrfeste in Rußbach und St. Martin wurden besucht, im September war ein weiterer Brandeinsatz bei Katharina Posch erforderlich. Wohn- und Wirtschaftsgebäude waren nicht mehr zu retten.

Der Jahresbericht weist einen Mannschaftsstand in Abtenau von 144, in Voglau von 43 Mitgliedern auf.

1938


war das Jahr des Anschlusses. Am 12. März marschierten deutsche Truppen über die Grenze in Österreich ein, am 13. März wurde in Linz der Anschluss an das Deutsche Reich verkündet. In den folgenden Tagen und Wochen wurden in ganz Österreich Bürgermeister, Gemeinderäte und auch Vereinsobmänner wie Feuerwehrkommandanten entlassen, weil sie offenbar nicht verlässlich genug waren. In der Regel wurden diese durch treue Parteimitglieder ersetzt.

Zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte der Feuerwehr kam es zu einem Währungswechsel. Aufgrund der Übernahme der österreichischen Wirtschaft durch das Deutsche Reich wurde am 17. März festgelegt, den Schilling durch die Reichsmark zu ersetzen. Als Wertrelation wurde das Verhältnis 1 Reichsmark = 1,5 Schilling festgelegt.

Schon bald schlug die neue Ideologie bis auf das einfache Vereinsleben durch. So wurden Florianifeiern mit Kirchgang und die Fronleichnamsprozessionen offiziell für nicht mehr zeitgemäß erklärt und waren daher tunlichst zu unterlassen. Die Feuerwehr Abtenau, die schriftlich beim Landesfeuerwehrführer in Salzburg angefragt hatte, warum sie nicht mehr den Kirchgang durchführen dürfe, wurde angewiesen, die Florianifeier mit einer Übung oder einem Appell, keinesfalls jedoch mit einem Kirchgang zu begehen. Bei einer Inspektion durch den Landesfeuerwehrführer wurde bemängelt, dass die Feuerwehr sehr schlampig sei und offensichtlich die neue Zeit noch nicht begriffen habe. Die seit der Gründung 1879 jährlich durchgeführte Florianibittprozession, bei der die Feuerwehrmänner traditionell den „Himmel“ trugen, war ab sofort verboten.

Mit einem Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 23. November 1938 wurde die Organisation der Feuerwehr gänzlich geändert. Alle Freiwilligen Feuerwehren wurden in die deutsche Polizei integriert, und zwar als Hilfspolizeitruppe und waren somit dem Reichsinnenministerium unterstellt. Die Uniformierung und die Ausbildung musste auf das deutsche System umgestellt werden.

Die Alarmierung wurde verbessert, eine Sirene wurde beim Wasserbassin des Kircheggbauern installiert, diese sollte jedoch leider nicht nur dem Feueralarm dienen.

Rangabzeichen der Freiwilligen Feuerwehr in der Ostmark ab 1938
Rangabzeichen der Freiwilligen Feuerwehr in der Ostmark ab 1938

1939 - 1945


Der Tätigkeitsbericht dokumentiert für 1939 zwei Haupt- und neun Teilübungen, zwei Inspektionen, drei Beerdigungen, zwei Ausrückungen zu sonstigen Anlässen und drei Versammlungen.

Bei einer Übung im Marktbereich hinter dem „Rothen Ochsen“ kam es am 15. Oktober zum schwersten Unfall in der Vereinsgeschichte. Schiffwirtssohn Josef Höll stürzte mit der 15m Magirus Schiebeleiter um und wurde dabei getötet. Wie zu dieser Zeit üblich, war die Leiter freistehend aufgestellt, wobei der erste Steiger ganz oben, der zweite in der Mitte und ein dritter am Fußteil positioniert war. Auch die Feuerwehrmänner Bachler Philipp und Waß Matthias, welche ebenfalls beide auf der Leiter gewesen waren, wurden bei diesem Unglück schwer bzw. leicht verletzt. Die Leiter wurde bei diesem Vorfall erheblich beschädigt, konnte jedoch von der Herstellerfirma wieder repariert werden. Die Marken am oberen Leiterteil, an denen die Leiter zerbrochen war, können heute noch besichtigt werden.

Nachruf im "Deutschen Feuerschutz" für den am 15. Oktober 1939 bei einer Übung tödlich verunglückten Josef Höll
Nachruf im "Deutschen Feuerschutz" für den am 15. Oktober 1939 bei einer Übung tödlich verunglückten Josef Höll

Dieses Unglück scheint ein böses Omen für die unmittelbare Zukunft gewesen zu sein. Der Zweite Weltkrieg war seit 1. September mit dem Überfall auf Polen im Gange. Um genügend wehrfähige Mannschaft zur Verfügung zu haben, wurden im gesamten deutschen Reich, so auch in Abtenau noch vor Kriegsausbruch eine große Musterung abgehalten. Die angehenden Soldaten wurden nicht wie im 1. Weltkrieg per Generalmobilmachung eingezogen, sie wurden einzeln einberufen wie man sie brauchte und nach Entbehrlichkeit des Einzelnen in der Heimat. Im allgemeinen war man auf die Kriegswirtschaft längst vorbereitet, Bezugsscheine und Lebensmittelkarten gab es von Anfang an.

Am 16. März 1940 wird vom Brand des Wohnhauses des Bernhofer Josef, Tiefenbach berichtet, das Gebäude wurde trotz Einsatzes der Feuerwehren Abtenau und Voglau völlig vernichtet. Am 23. Oktober desselben Jahres ereilte dasselbe Schicksal den Quehenbergbauern in Leitenhaus. Obwohl Abtenau und Annaberg mit zwei Kraftspritzen im Einsatz waren, brannten alle drei Gebäude bis auf die Grundmauern nieder. Kurz vor Weihnachten brannte es in der Schule Markt, ein überhitzter Ofen hatte den Brand ausgelöst.

Für 1941 sind Brände bei Gabriel Gsenger, Seydegg 9 und beim Haimhofbauern im Markt angeführt.

Uniformierung des Feuerwehrmannes im Jahr 1939
Uniformierung des Feuerwehrmannes im Jahr 1939

Nachdem die Feldzüge gegen Polen, Frankreich, auf dem Balkan, in Norwegen, in Afrika und schließlich gegen Russland immer mehr Soldaten erforderten, blieb dieser Umstand auch in Abtenau nicht ohne Wirkung. Auch die Feuerwehr wurde zusehends personell immer mehr ausgedünnt. Ab 1942 wurden HJ-Buben ab einem Alter von 14 Jahren zum Löschdienst herangezogen.

Ab 1942 wurden aufgrund Personalmangels Angehörige der Hitlerjugend zum Löschdienst herangezogen
Ab 1942 wurden aufgrund Personalmangels Angehörige der Hitlerjugend zum Löschdienst herangezogen

Vom 7. Juni 1944 stammt eine Brandbericht vom Thurnbauern in Radochsberg, im September brannte die Waschhütte des Rupert Höll nieder.

1945 schließlich kam das Kriegsende nicht ohne gefährliche Situationen für Abtenau. 6000 Mann deutsches Militär kamen in den ersten Maitagen auf dem Rückzug nach Abtenau. Da die Wehrmacht noch nicht kapituliert hatte, wurde begonnen, sich zur Verteidigung gegen die Amerikaner, die bereits Salzburg besetzt hatten, einzurichten. Die sogenannte ärarische Brücke über die Lammer und der Felsen bei der Badwirtsbrücke wurden gesprengt, am Voglauberg Panzerhindernisse errichtet, um den amerikanischen Vormarsch aufzuhalten oder zumindest zu verzögern. Zum Kampf im Lammertal kam es jedoch nicht mehr, die Kapitulation am 8. Mai beendete den Weltkrieg zumindest in Europa.

Für die Feuerwehr endete das Jahr 1945 mit einem Zimmerbrand beim Neuwirt am 4. Oktober. Langsam kamen die ersten Kriegsgefangenen wieder nach Hause, das Leben begann sich zwar nur langsam, aber doch wieder zu normalisieren.

Im Zweiten Weltkrieg hatte die Feuerwehr 15 Mitglieder zu beklagen, die auf den verschiedensten Schlachtfeldern den Heldentod erlitten hatten.

 

Daten und Fakten

Daten und Fakten

gegründet 1879
aktive Mannschaft 77
nichtaktive Mannschaft 47
Ehrenmitglieder 2

JAHRESBERICHT 2017

Jahresbericht 2017
Jahresbericht 2017

MANNSCHAFTSFOTO

Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Abtenau

Das "Action-Foto" der Freiwilligen Feuerwehr Abtenau.

Aktuelle Unwetterwarnungen für Österreich

Notrufnummern

112 - EURONOTRUF
122 - FEUERWEHR
133 - POLIZEI
144 - RETTUNG
140 - BERGRETTUNG
141 - ÄRZTENOTRUF

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