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Übung Gefahrgutzug Tennengau und Liegend Patienten Deko Einheit in Oberalm

Am Samstag den 26.05.2018 führte die Einheit „Patienten Liegend-Deko“, eine Spezialeinheit des Internationalen Katastrophen Hilfszuges, gebildet von Kräften des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg und dem Roten Kreuz Salzburg, gemeinsam mit dem Gefahrgutzug Tennengau eine Übung im Gewerbegebiet Hammer in Oberalm durch. Am Betriebsgelände eines dort ansässigen Speditionsunternehmen kam es bei Verladearbeiten von gefährlichen Stoffen (Ester - UN Nummer 3272) zu einem Unglück, bei welchem mehrere IBC - Behälter leck schlugen. Beim ausgetretenen Stoff handelt es sich um eine leicht entzündbare Flüssigkeit mit einem Flammpunkt von 23°C, die nicht mit Wasser vermischt werden darf und hauptsächlich in der Klebstoff, Lack und Kunststoffproduktion Verwendung findet. Die erst eintreffenden Einsatzkräfte erkannten den Ernst der Lage und alarmierten daraufhin die Spezialkräfte. Die Schwierigkeit der Übung bestand darin, die verletzten und mit dem Stoff kontaminierten Mitarbeiter des Unternehmens zu retten sowie zu dekontaminieren. Ein weiteres Augenmerk wurde auf die Dezimierung des Schadenausmaßes gelegt. Hierzu waren mehrere Trupps erforderlich, die mit Spezialgerätschaften die undichten Behältnisse orteten, abdichteten und bargen. Dabei musste auch ein in eine Montagegrube gestürzter Feuerwehrmann gerettet werden. Im Zuge der Rettungsmaßnahmen meldeten sich auch Personen aus angrenzenden Betriebseinrichtungen und klagten über Atemnot und Übelkeit. Hauptaufgabe der Abtenauer Einsatzkräfte gemeinsam mit der FF Hallein (Gefahrgutzug Tennengau) war der Aufbau und der Betrieb der Dekostraße, eine aus mehreren Komponenten, wie Duschen, Auffangwannen und Zelten bestehende und in jedem Bezirk stationierten „Dekontaminationsanlage“. Bei sommerlichen Temperaturen wurden unter Einsatz von Schutzanzügen der Schutzstufe 2 sowie ABEK2-Hg /St – Kombinationsfiltern, diese kommen in Kombination mit Atemschutzmasken zum Einsatz und schützen den Träger vor gefährlichen Stoffen (Gase, Partikel fester und flüssiger Stoffe), alle kontaminierten gehfähigen und unverletzten Personen und Feuerwehrkräfte samt Atemschutz – und Zusatzgeräten bis auf die Unterbekleidung entkleidet und durch die Dekostraße geschleust. Um die Weiterbehandlung in der aufgebauten SanHist des RK  und nach dem Abtransport in die Krankenhäuser zu erleichtern wurden durch die Feuerwehrkräfte genaue Aufzeichnungen geführt.  Insgesamt beübten 110 Einsatzkräfte mit 25 Fahrzeugen an diesem Tag den Aufbau und den Betrieb der Liegend-Patienten-Dekontaminations-Einheit und der Dekostraße. Bei der Übungsbesprechung konnte ein positives Resümee über diesen lehrreichen Nachmittag gezogen werden. AFK 2 Tennengau und BFK – Stv. BR Kronreif und der ebenfalls anwesende Katastrophenschutzreferent der Bezirkshauptmannschaft Hallein Philipp Kogler, MSc, betonten die Wichtigkeit solcher Ausbildungen um im Ernstfall bestens gerüstet zu sein und dankten allen Kräften für die perfekte Zusammenarbeit. Ein Dankeschön gilt der Feuerwehr Oberalm unter BI C. Vanzini für die perfekte Organisation dieser Übung, sowie die anschließende Jause mit Getränk. 

Übungsdaten der FF Abtenau:
Mannschaft:10 Mann
Eingesetzte Fahrzeuge:Tank Abtenau mit HWA
Übungsleiter FF AbtenauOBI Martin Zorec (OFK - Stv. und Gefahrgut und Strahlenschutzsachbearbeiter Abschnitt 2 Tennengau)
Weitere Kräfte:Rotes Kreuz, FF Oberalm, LZ Wiestal, FF Hallein, Einheit „Patienten Liegend-Deko“ des LFV - Salzburg mit 35 Mann, BFK Tennengau OBR Günter Trinker, AFK 1 Tennengau BR Gerald Ribitsch, AFK 2 Tennengau BR Markus Kronreif, AFK 3 Tennengau BR Josef Tschematschar, Katastrophenschutzreferent der Bezirkshauptmannschaft Hallein Philipp Kogler, MSc, Bürgermeister Oberalm Dr. Gerald Dürnberger, OBI Walter Opelz

 

 

 

 

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